Startseite | Solidarität - Sozialistische Zeitung  |  Magazin der SAV  |  .megafon - Jugendzeitung   |  Online-Shop  | Download| Suche  |  Impressum |  Links  |  CWI  |  SAV  |  SAV vor Ort  |  Newsletter |  Kontakt

sozialismus.info

Die Website der SAV - Sozialistische Alternative


Navigation

Übersicht
Startseite
Themen
Solidarität - Sozialistische Zeitung
Online-Shop
SAV
SAV vor Ort
Kontakt


SAV

Wer wir sind und was wir wollen
Infos bestellen & Mitglied werden



eMail-Adresse eintragen und Newsletter der SAV erhalten:



Hintergrund

Der Anfang vom Ende? | 05.07.2010

Türkei in der Krise | 17.05.2010

Wie weiter für DIE LINKE? | 16.05.2010

Ein Schritt nach links. | 08.05.2010

Europa: Krise des Euro und Klassenkämpfe | 06.05.2010

Marxismus und Feminismus | 08.03.2010

Mit den Imperialisten für den Fortschritt? | 28.02.2010

Bombardierung Dresdens: Wie es dazu kam | 13.02.2010

Deutschland und die Weltwirtschaftskrise | 30.01.2010

Die andauernde Krise des globalen Kapitalismus | 21.01.2010

Wohin entwickelt sich die Weltwirtschaft? | 19.01.2010

Wie weiter in Venezuela? | 18.01.2010

Zwischen Plattmachen, befreiten Zonen und Montagsdemos | 16.01.2010

Die politischen Ideen von Rosa Luxemburg | 09.01.2010

Religion und Gesellschaft | 30.11.2009

Der Zusammenbruch des Stalinismus und seine Folgen | 22.11.2009

Kapitalistisches Scheitern, damals wie heute | 21.11.2009

Die schwarz-gelbe Regierung legt los … oder doch nicht? | 19.11.2009

Iranische Revolution 1979 | 14.11.2009

DDR 1989: Gab es eine Alternative zur kapitalistischen Restauration? | 05.11.2009


Debatte

Soll die SPD Teil von Bündnissen gegen Kürzungspolitik sein? | 30.08.2010

Kommunen vor dem Ruin | 08.08.2010

Wie ist der Programmentwurf der LINKEN zu bewerten? | 12.05.2010

Klimacasino schließen! | 24.04.2010

Für Arbeitszeitverkürzung bei Teillohnausgleich? | 20.03.2010

Ausbildungsumlage statt Ausbildungsplatzabgabe? | 13.01.2010

DIE LINKE und der ÖBS | 02.01.2010

Arbeitszeitverkürzung bei maximalem Lohnausgleich? | 08.10.2009

Soll DIE LINKE auf Staatsbürgschaften setzen? | 05.08.2009

Hartz IV: Reformieren oder abschaffen? | 20.03.2009

Debatte: Planwirtschaft als Alternative? | 01.03.2009

Mit Konjunkturprogrammen die Krise lösen? | 16.01.2009

Pro & Contra: Stabilisierung des Bankensektors als Etappenziel? | 02.11.2008

Debatte: Neue antikapitalistische Partei in Frankreich | 22.09.2008

Debatte: Wie weiter für Kuba? | 07.08.2008

Pro und Contra: Im US-Wahlkampf Barack Obama unterstützen? | 30.05.2008

DIE LINKE diskutiert: Keine Finanzmittel für neue Investitionsprogramme? | 08.05.2008

Debatte: Linksjugend [‘solid] - Was für einen Jugendverband brauchen wir? | 05.04.2008

Pro & Contra: Soll ver.di Abstriche bei der Lohnforderung machen? | 29.02.2008

Pro und Contra: Soll DIE LINKE Ypsilanti tolerieren? | 29.01.2008



Griechenland-Krise: Wer verantwortlich ist, wer verdient


[Druckversion]
Thema: Europa, Griechenland, Solidarität 91, veröffentlicht: 18.06.2010

Warum die griechischen Schulden nicht zuletzt „Made in Germany“ sind

Für die deutschen Medien waren die Schuldigen an dem drohenden Staatsbankrott Griechenlands schnell gefunden: Korrupte Griechen, faule Griechen, dreiste Griechen – die jetzt auch noch „unsere“ Einheitswährung gefährden! Über die Verantwortung Deutschlands, besser des deutschen Kapitals wird beredt geschwiegen.

von Sebastian Rave, Bremen

Die Staatsschulden der Euro-Zone beliefen sich 2009 auf 78,2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Die gigantische Kredit-aufblähung (die den letzten Aufschwung verlängerte) und das Krisenmanagement haben die vergangenen Schuldenberge in Schuldengebirge verwandelt. Griechenland mit seinem Staatsdefizit von 112,6 Prozent 2009 ist kein Einzelfall, sondern nur das schwächste Glied einer Kette von Euro-Ländern. Was darin begründet ist, dass Griechenland seit Jahrzehnten zu den wirtschaftlichen Schlusslichtern Europas gehört. Ursächlich ist aber auch die Politik der führenden Ökonomien der EU, allen voran Deutschlands.

Schuldenursache Zweiter Weltkrieg

Wehrmacht und SS hatten Griechenland von 1941 bis 1944 besetzt. 160.000 ZivilistInnen, davon 60.000 Jüdinnen und Juden, wurden ermordet. 1,2 Millionen GriechInnen waren nach dem Krieg obdachlos. Von den Schäden konnte sich die Wirtschaft nie komplett erholen, auch weil Deutschland sich bis heute weigert, die Reparationszahlungen (die von den Siegermächten auf sieben Milliarden Dollar – nach heutigem Wert 50 Milliarden Euro! – geschätzt wurden) zu leisten.

Seit seiner Gründung 1830 war Griechenland immer wieder, hauptsächlich von britischen und französischen Truppen, besetzt und fremdbestimmt worden. Zweimal führte das, verbunden mit den militärischen Abenteuern der Herrschenden Griechenlands, in den Staatsbankrott, das erste Mal 1893, das zweite Mal 1932.

Schuldenursache Rüstungsausgaben

75 Milliarden Euro – das ist der Wert des Kriegsmaterials, das Griechenland zwischen 1990 und 2008 kaufte. Viel Geld ging in den schwelenden griechisch-türkischen Zypern-Konflikt. Laut aktuellem SIPRI-Report liegt bei den deutschen Rüstungsexporten die Türkei mit 15,2 Prozent auf Platz eins, gefolgt von Griechenland mit 12,9 Prozent.

Deutsche Konzerne sind aber nicht nur bei Rüstungslieferungen an Griechenland spitze – auch Schmiergelder fließen reichlich. Reinhard Siekazcek, ehemaliger Top-Manager von Siemens, gab 2008 zu, dass der Konzern Auftraggeber im Balkanland lange Zeit jährlich mit 15 Millionen Euro bestach.

Schuldenursache Euro

Griechenland importiert nicht nur Waffen aus Deutschland. Jedes Jahr werden Autos, Maschinen, Nahrungsmittel und Medikamente im Wert von 1,9 Milliarden Euro aus der Bundesrepublik in diesem Mittelmeerstaat verkauft. Einfach und billig macht das vor allem auch der Euro. Denn klassische Abwehrmaßnahmen wie Währungsabwertungen sind den strukturschwächeren Ökonomien wie Griechenland, aber auch Spanien und Portugal mit dem Euro verwehrt. Bis zum Beitritt in die Euro-Zone exportierte Griechenland noch mehr, als es importierte. Nach dem Beitritt, seit Mitte der Neunziger ist die Leistungsbilanz jedoch negativ. Geld fließt also aus dem Land – nach Deutschland oder Frankreich.

Schuldenursache Rettungspakete

Kanzlerin Angela Merkel stilisierte die Bürgschaft für überteuerte Kredite zur „Rettung Griechenlands“ hoch. In Wirklichkeit geht es wohl eher darum, Deutschlands Exportmarkt zu erhalten. Zudem konnten die Besitzer griechischer Staatsanleihen – konkret französische, deutsche und schweizerische Banken – an ihren Krediten jahrelang richtig gut verdienen: Schließlich waren die Zinsen, die das Land zahlen musste, extrem hoch, weil das Ausfallrisiko der griechischen Staatsanleihen als hoch galt. Und jetzt soll mit den Rettungspaketen das Geld dieser Banken gerettet werden, mit dem sie gespielt beziehungsweise sich verspielt hatten.

     drucken 


Weitere Artikel ...

... zum Thema Europa:

... zum Thema Griechenland:

... zum Thema Solidarität 91:


Highlights:

Gewerkschaftlicher Solidaritätsaufruf für die Opfer der Flutkatastrophe in Pakistan



gemeinsam
generationkrise





Suchen

Durchsuchen dieser Site mit Hilfe von Google:


Seiten der SAV im Web 2.0




Unsere Zeitung...

ssz

ssz


sozialismus.info - Magazin der SAV


Online bestellen hier


Broschüren und Bücher

Online-Shop der SAV

staatskap


SAV-Mitglieder in Kommunalparlamenten


Spenden an die SAV


Komitee für eine Arbeiterinternationale

Komitee ür eine Arbeiterinternationale= Die SAV ist Teil des Komitees für eine Arbeiterinternationale (KAI/CWI), das in über 40 Ländern auf allen Kontinenten aktiv ist.


Internationale Solidaritätskampagnen

nigeria


Trade Union Rights Campaign Pakistan


sozialismus.info - die Website der SAV
Infos, Kontakt und ViSdP: SAV, Littenstr. 106/107, Berlin, 030 247 238 02, info@sav-online.de

[nach oben]