Sri Lanka: Die Parlamentswahlen 2010
[Druckversion] Thema: Asien, veröffentlicht: 08.06.2010
Der Chauvinismus ist gestärkt – MarxistInnen standhaft in der Opposition
Zum Hintergrund des folgenden Artikels: Die Politik in Sri
Lanka wird seit Jahren durch den Konflikt zwischen singhalesischer
Mehrheit und tamilischsprachiger Minderheit geprägt. Dabei gibt es
sozusagen dreierlei TamilInnen: Es gibt zunächst die tamilische
Bevölkerung im Norden und Osten der Insel. Dann gibt es im Rest des
Landes, vor allem der Hauptsadt Colombo, eine tamilische Minderheit, die
während der britischen Kolonialherrschaft als Teil der
Teile-und-Herrsche-Politik manchmal gegenüber der singhalesischen
Mehrheit bevorzugt wurde. Drittens gibt es im Hochland tamilische
TeeplantagenarbeiterInnen, deren Vorfahren von den britischen
Kolonialherren als billige Arbeitskräfte aus Südindien importiert
wurden. Der nationale Konflikt wird noch durch einen religiösen
verschärft: die TamilInnen sind überwiegend hinduistisch, die
SinghalesInnen überwiegend buddhistisch, es gibt noch eine muslimische
Minderheit.
Im Unabhängigkeitskampf gegen die Briten bis 1948 waren die
bürgerliche Vereinigte Nationalpartei (United National Party, UNP) und
die Sozialistische Partei von Sri Lanka (Lanka Sama Samaja Party, LSSP),
eine der wenigen trotzkistischen Massenparteien bisher, als führende
Parteien entstanden. In den 1950er Jahren wurde die Sri Lanka
Freiheitspartei (Sri Lanka Freedom Party, SLFP) als weitere bürgerliche
Partei gegründet. Sie versuchte durch Populismus und singhalesischen
Nationalismus Stimmen zu gewinnen. Insbesondere trat sie dafür ein,
englisch durch singhalesisch als Amtssprache zu ersetzen, was sich
sowohl gegen die Überbleibsel der Kolonialherrschaft als auch gegen die
tamilischsprachigen Menschen richtete. Die SLFP ist der Hauptbestandteil
des heutigen Wahlbündnisses Vereinigte Allianz der Volksfreiheit (United
People’s Freedom Alliance, UPFA) von Präsident Rajapaksa.
Die wachsende Diskriminierung der TamilInnen führte in den 70er
Jahren zu der nationalistischen Forderung nach einem eigenen
Tamilenstaat (Tamil Eelam) und der Entstehung der Befreiungstiger von
Tamil Eelam (Liberation Tigers of Tamil Eelam). Nach Pogromen gegen die
tamilische Minderheit mit mehreren Tausend Toten im Juli 1983 begann ein
offener Bürgerkrieg, bei dem die LTTE größere Gebiete im Norden und
Osten eroberte und über viele Jahre kontrollierte. Der Bürgerkrieg, der
von Waffenstillständen und Friedensverhandlungen unterbrochen war,
endete 2009 mit dem militärischen Sieg der Armee von Sri Lanka. Die
Politik ist weiterhin durch nationalen Chauvinismus und Kommunalismus
(das Aufhetzen der singhalesischen und tamilischen Volksgruppen, der
‚communities’, gegen einander) geprägt. Dabei haben beide großen
bürgerlichen Parteien ihren Beitrag zur Unterdrückung der
tamilischsprachigen Menschen geleistet: Die SLFP ist mit dem Schüren
antitamilischer Ressentiments groß geworden und über die UPFA für das
mit der militärischen Beendigung des Bürgerkriegs verbundene Leid
veranwortlich. Unter der ziemlich diktatorischen Herrschaft der UNP
1977-94 führten verstärkte Unterdrückung und Pogrome gegen die
tamilischsprachige Minderheit zum blutigen Bürgerkrieg.
Die LSSP hatte die ersten Jahre konsequent die Rechte der tamilischen
Minderheit verteidigt und war für einen gemeinsamen Kampf von
singhalesischen und tamilischen ArbeiterInnen eingetreten. 1964 und 1971
trat sie in völligem Gegensatz zu allen marxistischen Prinzipien in
Koalitionsregierungen mit der SLFP ein. Die Folgen zeigten, wie richtig
diese Prinzipien sind: Die LSSP erreichte ein paar Reförmchen und
Kosmetik wie die Umbenennung Sri Lankas in „Demokratische Sozialistische
Republik Sri Lanka“, diskreditierte sich aber mittelfristig bei den
Massen und ist inzwischen zu einer Splittergruppe geworden, die das
Rajapaksa-Regime unterstützt. In den 1970er Jahren entstand deshalb eine
große Oppositionsströmung innerhalb der LSSP, die sich 1977 als NSSP
(Nava Sama Samaja Party, Neue Sozialistische Partei) abspaltete, nachdem
die Führung einen Parteikongress immer wieder verschleppte, auf dem die
Kritik hätte diskutiert werden können. Die NSSP schloss sich zunächst
dem CWI an, es kam aber bald zu grundlegenden Differenzen: 1986
vereinbarten Indien und Sri Lanka, indische Truppen in Sri Lanka zu
stationieren, die als ‚neutrale Schlichter“ den Bürgerkrieg beenden
sollten. Da es in Indien in Tamil Nadu im Süden eine große tamilische
Bevölkerung gibt, gab es zunächst große Illusionen, vor denen die NSSP
einknickte. Nach kurzer Zeit waren die indischen Truppen aber bei
singhalesischer und tamilischer Bevölkerung gleichermaßen unbeliebt.
Statt ihren Fehler zu korrigieren, ging die Mehrheit der NSSP mit
undemokratischen Methoden gegen die Minderheit vor, die die Kritik der
internationalen Führung des CWI teilte. Diese Minderheit bildete
daraufhin die neue Sektion des CWI, die heute Vereinigte Sozialistische
Partei (United Socialist Party, USP) heißt.
Die NSSP betrieb seither eine opportunistische Bündnispolitik. Vor
zehn Jahren verband sie sich mit der Volksbefreiungsfront (Janathā
Vimukthi Peramuṇa, JVP), einer Partei, die antikapitalistische Rhetorik
mit antitamilischer Politik verbindet und sich damals relativ links gab.
Bei den Wahlen jetzt trat die NSSP als Linke Befreiungsfront (Left
Liberation Front, LLF) zusammen mit anderen linken Kleingruppen und
Abspaltungen der tamilischen Nationalisten an. Unterstützt wurde dieses
opportunistische Bündnis auch von der Sozialistischen Partei von Sri
Lanka, einer kleinen Abspaltung der USP, die sich international der
sonst so wortradikalen Liga für eine Fünfte Internationale (in
Deutschland Gruppe Arbeitermacht) angeschlossen hat.
Dagegen tritt die USP seit Jahren konsequent für den Wiederaufbau der
Arbeiterbewegung in Sri Lanka ein. Dabei arbeitet sie zwar punktuell mit
bürgerlichen Oppositionskräften bei der Verteidigung demokratischer
Freiheiten gegen den Terror des Rajapaksa-Regimes zusammen, besteht aber
auf der politischen Unabhängigkeit der Arbeiterbewegung.
Der folgende Artikel erschien erstmals auf www.socialistworld.net
am 22.4.2010
Nach großer Verzögerung und der Wiederholung der Wahl in einer Reihe von
Bezirken aufgrund gewalttätiger Störungen bei der Wahl wurde das
Endergebnis der Parlamentswahl 2010 in Sri Lanka am Mittwoch, 21. April,
bekannt gegeben.
Von Siritunga Jayasuriya, Vereinigte Sozialistische Partei (United
Socialist Party, USP, CWI in Sri Lanka) & Senan, CWI
Eine Rekordzahl von 7.680 KandidatInnen bewarb sich um 196 Sitze in 22
Wahlbezirken bei der 14. Parlamentswahl in Sri Lanka, die am 8. April
2010 abgehalten wurde. Sechsunddreißig politische Parteien und eine
große Zahl von EinzelkandidatInnen nahmen teil. Allein im Bezirk Colombo
traten 836 KandidatInnen an. Diese Zahlen wurden von der herrschenden
Klasse als ein Zeichen einer blühenden Demokratie vorgeführt. Sie
erklärten es zu einem ‚neuen Anfang’ nach 30 Jahren Bürgerkrieg, der im
Mai letzten Jahres brutal beendet wurde. Aber das Gerede von einer
‚blühenden Demokratie’ ist weit von der Wahrheit entfernt.
Tatsächlich war bei dieser Wahl die Beteiligung auf einem Rekordtief, im
Durchschnitt lag sie bei knapp über 50 Prozent. Die geringste
Beteiligung war im Jaffna-Bezirk (in den Tamilengebieten, A.d.Ü.) mit
gerade mal 18 Prozent. Wenn die innerhalb des Landes vertriebenen
Menschen (internally displaced people, IDPs) mitgezählt wurden, erhöhte
sich das nur auf 23 Prozent. Dies war die geringste Beteiligung in der
Geschichte des Landes seit der Unabhängigkeit von britischer
Kolonialherrschaft. Dies ist ein schockierendes Ergebnis, weil Sri Lanka
eine lange Geschichte hoher Beteiligungen in der Größenordnung von 80
Prozent bei Wahlen hat. Bei der letzten Wahl waren es 76 Prozent. Das
niedrigste Ergebnis bisher war 64 Prozent 1989.
Diese Wahl war auch gekennzeichnet durch eine Rekordzunahme von
gewaltsamer Einschüchterung und Korruption. Etwa 1.000 Beschwerden
wurden gezählt. Am Tag der Wahl berichtete das Zentrum für die
Beobachtung von Wahlgewalt (Centre For Monitoring Election Violence,
CMEV) 84 größere Zwischenfälle, einschließlich 53 Zwischenfällen in der
Nähe von Wahllokalen, und 189 Verletzungen des Wahlgesetzes. Aber man
schätzt, dass die tatsächliche Zahl noch höher ist, da die
Überwachungsgremien an wirksamer Arbeit gehindert wurden. Gewalt und
Verletzungen des Wahlgesetzes waren so schwerwiegend, dass die
Auszählung der Stimmen in 34 Wahllokalen ausgesetzt wurde und
Wahlwiederholungen in zwei Bezirken – Trincomalee und Kandy –
festgesetzt werden mussten, die am 20. April nach dem
tamilisch/singhalesischen Neujahr stattfanden.
Es wird berichtet, dass Minister der Regierungspartei und Gangster die
Kontrolle über Wahlkabinen übernahmen und Oppositionsunterstützer
vertrieben und sie am Wählen hinderten. Den Medien wurde untersagt, in
die Nähe von Wahllokalen zu kommen und eine Reihe von JournalistInnen
wurden Opfer von Einschüchterungen und Drohungen. Alle
regierungskontrollierten Medien wurden direkt und indirekt zum Wahlkampf
für die herrschende Partei verwendet. Eine Reihe von
OppositionsaktivistInnen und -politikerInnen und auch JournalistInnen
sind immer noch im Gefängnis. Selbst der Ex-General Sarath Fonseka, der
als der Haupt-Oppositionskandidat bei der letzten Präsidentschaftswahl
gegen Präsident Mahinda Rajapaksa antrat und über 40 Prozent bekam, wird
gefangen gehalten. Er hat jetzt direkt aus der Gefangenschaft einen Sitz
im Bezirk Colombo gewonnen.
Mit solchen Einschüchterungstaktiken führte die Wahl zu einem großen
Sieg für die amtierende Vereinigte Allianz der Volksfreiheit (United
People’s Freedom Alliance, UPFA). Die UPFA gewann 144 Sitze, während die
Hauptopposition, die Vereinigte Nationalpartei (United National Party,
UNP), nur 60 Sitze gewann. Die führende tamilische Partei, die
Tamilische Nationalallianz (Tamil National Alliance, TNA), bekam nur 14
Sitze. Bei den letzten Wahlen 2004 gewann die TNA, unterstützt von den
Liberation Tigers of Tamil Eelam (Befreiungstigern von Tamil Eelam,
LTTE), 22 Sitze. Beachtlicherweise bekam die
singhalesisch-chauvinistische Partei, die Volksbefreiungsfront (Janathā
Vimukthi Peramuṇa, JVP), die unter dem neuen Namen Demokratische
Nationalallianz (Democratic National Alliance, DNA) antrat, nur 7 Sitze,
ein massiver Rückgang gegenüber den 39 Sitzen, die sie nach den letzten
Wahlen hatten.
Es war eine verheerende Niederlage für die Hauptoppositionspartei, die
Vereinigte Nationalpartei (UNP). Die ArbeiterInnen und Armen glauben
nicht, dass eine bürgerliche Partei, die UNP, eine wirkliche Opposition
gegen das Rajapaksa-Regime darstellen kann. Das Hauptinteresse der UNP
besteht in der Umsetzung neoliberaler kapitalistischer Politik, wie sie
vom Westen diktiert wird. In ihrer Politik gibt es keinen Raum für die
Verbesserung der Lebensverhältnisse der arbeitenden und armen Massen.
Mit schrumpfender Unterstützung können der UNP in der nahen Zukunft
durchaus weitere Krisen drohen. Da sie nicht die Interessen der
einfachen Massen vertreten, müssen sie sich vielleicht auf eine längere
‚Schlafperiode’ ohne Macht vorbereiten, die vom Rajapaksa-Regime
bestimmt ausgebeutet werden wird.
Rajapaksa erwartete auch, an der JVP persönlich Rache zu nehmen, die
2005 massiv für seine Wahl zum Präsidenten Wahlkampf machte. Die JVP hat
immer Chauvinismus und Nationalismus in marxistisches Vokabular
gekleidet und ist für spalterische Politik eingetreten. Diese feige
Herangehensweise spielte eine Schlüsselrolle, beträchtliche Schichten
der Arbeiterklasse für singhalesischen Chauvinismus und Unterstützung
für das Rajapaksa-Regime zu gewinnen. Die JVP lehnte alle Arten von
politischen Lösungen und jede Art von Machtabgabe an die
tamilischsprachigen Minderheiten ab. Sie verherrlichte den Krieg und
mobilisierte selbst dann noch Unterstützung für ihn, nachdem sie sich
von der herrschenden Koalition abgespalten hatte. Um sich in die
Siegesmanie einzureihen, verbanden sie sich mit dem ‚Abweichler’-General
Fonseka und der führenden bürgerlichen Partei, der UNP, um Rajapaksa
herauszufordern. Nachdem Rajapaksa Fonseka gefangen genommen hat, um
seine Unterstützung zu festigen, könnte er sich jetzt gegen seinen alten
Verbündeten von der JVP wenden. Die JVP ist jetzt durch ihre verheerende
Wahlniederlage geschwächt und steht vor einer ernsthaften Krise. Sie
kann auch nicht dem wachsenden Druck der ArbeiterInnen von unten
entgehen, die Massenaktionen wollen. Sie sind unfähig, irgendeine
Massenopposition der Arbeiterklasse zu führen. Sie werden sich vielmehr
weiterhin auf chauvinistische Propaganda stützen, um etwas Unterstützung
von Rajapaksa weg zu erhalten. Dadurch haben sie den Weg dafür geöffnet,
dass Rajapaksa jede Form von Arbeiterbewegung im Namen des Kampfs gegen
den ‚Terrorismus’ – entweder in der Spielart der LTTE oder der JVP –
angreifen kann.
‚Friedensdividende’?
Der Sieg der UPFA wird als Sieg für den singhalesischen, buddhistischen
Chauvinismus und seinen Wortführer, Präsident Rajapaksa, gesehen. Die
Siegeseuphorie nach dem Krieg wurde vom Rajapaksa‚clan’ zur Festigung
seiner chauvinistischen Unterstützung nach seiner Wiederwahl hoch
gepeitscht, als er seinen Gegenkandidaten und Ex-General der Armee von
Sri Lanka, Sarath Fonseka, mit Gewalt entfernte und zumindest für die
Dauer des Parlamentswahlkampfs 2010 einsperrte. Fonseka, der mit der
Regierung im brutalen Krieg gegen die Rebellen (Befreiungstiger von
Tamil Eelam, Liberation Tigers of Tamil Eelam, LTTE), zusammengearbeitet
hatte, stellte eine Gefahr dar und hätte vielleicht die Stimmen der
singhalesischen Mehrheit spalten können.
Das UPFA-Wahlprogramm behauptete: „Sri Lanka ist ein Entwicklungswunder
von Asien.” Es wird erwartet, dass die Wirtschaft 2010 im Durchschnitt
bis zu 6 Prozent wächst, was von der herrschenden Klasse als Zeichen
einer blühenden Zukunft dargestellt wird. Aber dieses Wachstum bleibt
hinter dem Wachstum zurück, das es während der 2002 initiierten
Friedensverhandlungen gab. Mit Staatsschulden über 80 Prozent des BIP
und einem massiven Haushaltsdefizit musste die Wirtschaft durch einen
IWF-Kredit von 2,6 Milliarden Dollar gerettet werden, der 2009 gewährt
wurde. Die herrschende Elite weigert sich, über die Zunahme der Armut
und die massiven Preiserhöhungen für Güter des täglichen Bedarfs zu
reden. Die versprochene so genannte ‚Friedensdividende’ ist für die
Mehrheit der arbeitenden und armen Bevölkerung nicht Wirklichkeit
geworden.
Aber das Prahlen, ein ‚Entwicklungswunder’ zu sein, plus die
Kriegseuphorie helfen der herrschenden Partei weiter, Unterstützung zu
mobilisieren. Der Rajapaksaclan will diese Gelegenheit nützen, um seine
Macht durch eine Änderung der Verfassung zu stärken. Die UPFA ist der
Zwei-Drittel-Mehrheit, die sie anstrebte, sehr nahe gekommen und es wird
jetzt erwartet, dass sie Oppositionsabgeordnete ‚kaufen’ – damit sie die
Seite wechseln und für die gewünschte Zwei-Drittel-Mehrheit sorgen, um
die Macht zur Änderung der Verfassung zu haben. Die vorgeschlagenen
Verfassungsänderungen wären eine Katastrophe. Als Teil der Änderungen
schlägt die Regierung einen ‚Senat’ vor, dem nicht gewählte ‚religiöse
Führer’ angehören sollen.
Auch ohne eine legale Macht, in der Regierung mitzureden, haben
kommunalistische buddhistische Mönche und andere religiöse Führer in der
ganzen Geschichte von Sri Lanka eine spalterische und rassistische Rolle
gespielt. Die Partei der buddhistischen Mönche – Jathika Hela Urumaya
oder Partei des Nationalen Erbes (JHU) – ist eine der rechtesten
rassistischen kommunalen Parteien im Land. Sie ist Teil der UPFA und
trat in Colombo, im Gampaha-Bezirk an. JHU-Kandidaten gewannen bei
dieser Wahl einen bedeutsamen Sieg. In der Tat kamen Kandidaten, die
Präsident Rajapaksa besonders nahe stehen und am kommunalistischsten
sind, auf vielen UPFA-Kandidatenlisten nach oben.
Deshalb wird diese Wahl als Sieg von singhalesisch-buddhistischen
nationalistischen Hardlinern gesehen. Ein anderer
singhalesisch-nationalistischer Hardliner, Wimal Weerawansa, kam in
Colombo auf Platz eins.
Wimal war ein führendes Mitglied der JVP und blieb bei der herrschenden
UPFA während der Abspaltung eines Teils der JVP 2008. Von den 11
früheren JVP-Abgeordneten, die sich entschlossen, bei der herrschenden
Partei zu bleiben, waren Wimal und nur ein weiterer Kandidat die beiden
einzigen, die ihre Sitze behielten. Kommunalistische Hardliner in der
UPFA waren auch verantwortlich für Gewalt sogar gegen ihre eigenen
Mitglieder. Innerparteiliche Gewalt war eines der Hauptmerkmale der
Wahlkampfgewalt, wo Rajapaksa nahe stehende Kommunalisten alle
angriffen, auch ihre eigenen Mitglieder, und WählerInnen
einschüchterten. Als Ergebnis haben singhalesisch-chauvinistische Kräfte
bei diesen Wahlen ‚triumphiert’ und sind in vielen Teilen des Landes
vorne gewesen.
Die Mehrheit der tamilischsprachigen WählerInnen lehnt die herrschende
Partei ab.
Die weithin gefürchtete und brutale Rajapaksa-Familie kontrolliert Sri
Lanka weitgehen, um sie herum sind die singhalesischen Chauvinisten.
Niemand erwartet einen Schritt vorwärts in der Zukunft und es wird
keinen Raum für politische Lösungen geben. Bei den vorgeschlagenen
Verfassungsänderungen werden die Rechte der tamilischsprachigen
Minderheiten nicht erwähnt. Eine so genannte politische Lösung ist
unwahrscheinlich. Der Präsident täuschte alle jahrelang mit einem
All-Parteien-Vertretungs-Komitee (APRC), das zur Ausarbeitung einer
politischen Lösung gebildet worden war. Aber dabei wird nichts
herauskommen. Alles was sie erreichen können, ist etwas, das für die
singhalesischen Nationalisten akzeptabel sein wird. Es wird keine echten
Versuche zur Versöhnung oder Erfüllung der nationalen Bestrebungen der
tamilischsprachigen und muslimischen Minderheiten geben. Schon vor den
Wahlen kündigte der Präsident an, dass alle neu gewählten tamilischen
Abgeordneten ihn nach den Wahlen treffen müssen, um mit ihm die Probleme
des tamilischen Volks zu ‚diskutieren’! Dies bedeutet, dass die
tamilischen Abgeordneten gezwungen werden, nach der Pfeife des
Präsidenten zu tanzen.
Wie bei den Präsidentschaftswahlen nahm an dieser Wahl, die nur ein paar
Wochen später abgehalten wurde, eine große Zahl von tamilischsprachigen
Menschen nicht teil. Die geringste Beteiligung wurde im Norden und Osten
gemeldet, wo eine Mehrheit der tamilischsprachigen Menschen lebt.
Diejenigen, die wählten, zeigten Mut, indem sie die kriegstreiberische
herrschende Partei und die paramilitärischen Kräfte ablehnten.
Die TNA-Führer kündigten vor den Wahlen an, dass sie ‚tamilischen
Nationalismus’ unterstützten, während sie gleichzeitig der Regierung
versicherten, dass sie sich jetzt zu einer Lösung innerhalb eines
Einheitsstaates verpflichten. Die TNA gewann 14 Sitze und kam höher als
der Rest der tamilischen Parteien. Sie verloren zwar eine Reihe von
Sitzen und bekamen weniger Stimmen als bei den Wahlen 2004, aber das
Endergebnis war ein bedeutsamer Sieg für die TNA. Alle TNA-Abgeordneten,
die sich im Vorfeld der Wahlen von der TNA abspalteten, um neue Parteien
zu bilden und eigenständig zu kandidieren, wurden besiegt. Dies lag zum
Teil daran, dass sie kein Programm vertraten, das von dem der TNA
unterscheidbar gewesen wäre. Abgesehen davon, dass sie erklärten, dass
sie dem ‚tamilischen nationalen Befreiungskampf’ verbunden seien, sagten
sie nichts darüber, wie sie den Tausenden, die in dem langen Krieg sehr
litten, ein besseres Leben sichern wollten. Sie konzentrierten ihre
Kampagne auf Angriffe auf die TNA statt auf Angriffe auf die herrschende
Rajapaksa-Partei. Sie bekamen auch keine Unterstützung von den
tamilischen Medien, die jetzt nur Unternehmerinteressen ausdrücken und
die TNA als ihren natürlichen Verbündeten sehen. Tatsächlich kandidierte
der Eigentümer der führenden tamilischen Zeitung im Norden, ‚Udayan’,
für die TNA und hat jetzt einen Sitz gewonnen. Herr Saravanabavan, der
auch eine weitere Zeitung, ‚Sudar oli’, kontrolliert, nutzte beide
Zeitungen für einen energische Wahlkampf für die TNA. In der
Vergangenheit wurde er beschuldigt, in Manipulationen mit einem
Finanzunternehmen namens ‚Shabra’ verwickelt zu sein und Studierende als
‚Auszubildende“ ohne Bezahlung für seine Zeitung arbeiten zu lassen.
In einem Versuch, sich von ihrer vergangenen Verbindung mit der LTTE zu
distanzieren, hat die TNA ihre von den ‚Tigern’ vorgeschlagenen
Abgeordneten für diese Wahl nicht wieder aufgestellt und durch so
genannte ‚gemäßigte Gesichter’, wie Saravanabavan, ersetzt. Andere waren
fromme Hindu-Führer! Keiner von ihnen hat in der Vergangenheit eine
Rolle im Kampf für die Rechte der tamilischsprachigen Massen gespielt.
Dies hat zu Enttäuschung unter den TamilInnen in der Diaspora geführt,
von denen manche die TNA-Führer kritisiert haben. Aber dies hatte eine
geringe Wirkung, da die Kritik der Diaspora kaum in den örtlichen Medien
in Sri Lanka berichtet wurde.
Die Wahrheit ist, dass es für die tamilischsprachigen Menschen keine
einzige ernsthafte ‚tamilische Alternative’ gibt, mit der sie sich
identifizieren können. Nur weil es so etwas nicht gab, konnte sich die
TNA als ‚Dachverband’ präsentieren, für den sich die tamilischsprachigen
WählerInnen entscheiden könnten, wenn sie es sich nicht antun wollten,
entweder für die UNP oder die herrschende UPFA zu stimmen, die beide als
‚singhalesische Parteien’ mit Basis im Süden gesehen werden.
Die TNA ist zunehmend unternehmerfreundlich geworden. TNA-Führer machten
keine Opposition und äußerten keine Zweifel an den Investitionsplänen
der Regierung im Norden und Osten. Stattdessen ermutigen sie Unternehmen
und besonders die Einbeziehung Indiens.
Betrügerische Zahlen
Für die TNA, die sich als Verhandlungsführer für tamilische Rechte
darstellt, wird es viel schwieriger werden, irgend welche Forderungen
aufzustellen, da die herrschende Parteienallianz auch im Norden und
Osten einen bedeutsamen Sieg erzielte! Die UPFA gewann fünf Sitze im
Norden. Die UNP gewann auch zwei Sitze im Norden und vier Sitze im
Osten. Die Stimmen, die die UPFA im Norden und Osten gewann, sind
entlarvend und ein Beweis für Wahlbetrug. In einem der drei Bezirke im
Osten wurde eine Wahlwiederholung beschlossen und in einem dieser drei
Bezirke und in einem überwiegend tamilischen Bezirk in Batticaloa bekam
die TNA nur 4.000 Stimmen mehr als die UPFA! Im anderen Bezirk bekam die
UPFA über 100.000 Stimmen mehr als die TNA. Selbst im Norden ist die
Kluft zwischen TNA und UPFA nicht so groß. In Jaffna bekam die TNA
gerade mal 17.000 Stimmen mehr und in Vanni, dem früheren Herzland der
LTTE, lag die herrschende Partei nur um 4.000 Stimmen hinten. Bei den
Vorzugsstimmen kam ein TNA-Kandidat in Jaffna auf Platz drei und wurde
sowohl von UNP als auch UPFA geschlagen! Douglas Devananda, Führer einer
paramilitärischen Gruppe und ein Minister in der UPFA-Regierung kam auf
Platz eins! Völlig unglaublich war, dass die UPFA auch bei den im Land
Vertriebenen auf Platz eins kam – und sowohl TNA als auch UNP schlug.
Die UNP hatte es bei der Präsidentschaftswahl anderthalb Monate vorher,
am 26. Februar, geschafft, eine beträchtliche Mehrheit zu gewinnen. Hier
sind die Ergebnisse für Vanni und die Stimmen der Vertriebenen in Vanni:
ITAK – Illankai Tamil Arasu Kachchi (Teil der TNA) 41.673 (bekam drei
Sitze), UPFA 37.522 (bekam zwei Sitze), UNP 12.783 (bekam einen Sitz).
Stimmen der Vertriebenen: UPFA: 12.011, UNP: 5.497, ITAK: 2.527.
Man vergleiche das mit den Ergebnissen der Präsidentschaftswahl in
diesen Gebieten wenige Monate vorher: Sarath Fonseka (UNP) 70.367,
Mahinda Rajapaksa (UPFA) 28.740.
Man kann sich unmöglich vorstellen, dass die Vertriebenen – bombardiert,
brutal behandelt, in Flüchtlingslager gesteckt – mit überwältigender
Mehrheit für ihre Verfolger gestimmt hätten. Dies zeigt nicht nur, wie
die Wahl durchgeführt wurde, sondern gibt uns auch einen Vorgeschmack
darauf, was in Zukunft in Bezug auf eine politische Lösung kommen wird.
Wie die Brutalität des Krieges zeigt, werden sie eine so genannte
‚Lösung’ aufzwingen, die für die singhalesisch-chauvinistischen Kräfte
rund um den Rajapaksaclan annehmbar ist.
Keine Lösung
Das Wahlprogramm des Präsident mit seinem verblüffenden Namen ‚Mahinda
Chinthana’, was bedeutet: ‚die Gedanken von Mahinda’, erklärte, dass sie
im Norden mit dem weitermachen wollen, was sie im Osten gemacht haben.
Durch das so genannte Programm der ‚östlichen Wiederbelebung’ hat es
keine Verbesserungen gegeben. Jetzt erzeugt das Versprechen eines so
genannten Programms des ‚nördlichen Frühlings’ keinerlei Begeisterung
unter den Armen und ArbeiterInnen im Norden. Das so genannte Programm
der ‚östlichen Wiederbelebung’ wurde im Präsidentenbüro diktiert. Es
ignorierte den ganzen östlichen Provinzialrat und die Wünsche der
TamilInnen und MuslimInnen, die in dieser Gegend leben. Der Chefminister
für den Osten, Sivanesan Chandrakanthan alias ‚Pillayan’, wurde als
‚Marionette’ genutzt und alle seine Forderungen für eine Art von
Kontrolle in der Region wurden abgelehnt. Aber das Wahlergebnis war eine
demütigende Niederlage für ‚Pillayan’ und seine Tamil Makal Viduthalai
Pullikal (TMVP). Sie bekamen keinen einzigen Sitz und erzielten nur
16.886 Stimmen in der angeblichen Hochburg des Batticaloa-Bezirks.
‚Pillayan’, der Teil der regierungstreuen paramilitärischen Gruppen ist,
unterstützte alle brutalen Maßnahmen der Regierung. Die bewaffnete
paramilitärische Gruppe um ihn ist wegen ihrer gewaltsamen Aktivitäten
in der Region verhasst. Als er zum Chefminister gemacht wurde, verlangte
er etwas Macht vor Ort. Er forderte auch die Entfernung eines von der
Regierung ernannten Gouverneurs, der ein Ex-Marine-Mann und gut bekannt
für sein rücksichtloses Vorgehen, Arroganz und Korruption ist. Die
Regierung lehnte einfach alle Forderungen ab. Dies ist die so genannte
Erfolgsgeschichte der ‚östlichen Wiederbelebung’ und die Regierung
bereitet ihre Wiederholung im Norden mit dem ‚nördlichen Frühling’ vor.
Selbst die sehr grundlegenden Forderungen des Chefministers für den
Osten, der im Krieg ein Verbündeter des Präsidenten war, wurden nicht
erfüllt. Es macht keinen Sinn, Illusionen zu hegen, dass diese Regierung
eine Lösung hervorbringen wird, die den Bestrebungen der
tamilischsprachigen Menschen entgegen kommt.
Manche Kommentatoren glauben sogar, dass ein Teil der TMVP, die immer
noch Waffen hat, eine Basis für die Wiederbelebung bewaffneter
Opposition gegen die Regierung bieten könnte. Es gibt auch Furcht, dass
ein Teil der schwer geschlagenen JVP-Mitglieder auch versuchen werden,
den Weg zu beschreiten, die Waffen gegen die Regierung zu erheben, wie
sie es bei vielen Gelegenheiten in der Vergangenheit gemacht haben. Die
Niederlage der LTTE und der grausame Charakter der Regierung bei ihren
Angriffen auf GegnerInnen bedeutet, dass die Möglichkeiten der
Entwicklung eines bewaffneten Kampfes zumindest in den nächsten Jahren
vermindert sind. Aber wachsende Unzufriedenheit und Wut bedeuten, dass
immer noch die Gefahr besteht, dass junge Menschen zu Gewaltmaßnahmen
greifen.
Vereinigte Sozialistische Partei
Aber angesichts des Fehlens einer wirklich kämpfenden Alternativkraft
wird die Brutalität der Regierung unausweichlich mehr junge Menschen
dahin treiben, gewaltsame Aktionen gegen den Staat zu unternehmen. Es
ist entscheidend, dass eine unabhängige kämpferische Kraft aufgebaut
wird, um eine Opposition gegen den kommenden Ansturm von Angriffen gegen
die Rechte der ArbeiterInnen und Armen zu schaffen. Die Vereinigte
Sozialistische Partei (USP), die bei dieser Wahl im Norden und Süden
kandidierte, rief zum Aufbau einer solchen Kraft auf.
Auch wenn sie von den Medien praktisch totgeschwiegen wurde, hatte die
USP eine sehr gute Kampagne, besonders im Norden, wo sie die Heuchelei
der führenden Parteien entlarvte. Die Wirkung, die sie hatte, und die
bedeutende Unterstützung, die sie in der Bevölkerung gewann, spiegeln
sich nicht angemessen in den Stimmen wieder. Aber die USP bekam
bedeutsame Stimmergebnisse und kam an manchen Stellen, wo sie
kandidierte, auf Platz sechs. In Nuwara Eliya, wo die USP eine
unglaubliche Geschichte des Kampfs für die Rechte der
PlantagenarbeiterInnen hat, bekam die USP über 300 Stimmen, viel mehr
als der Rest der Linken, und 280 Stimmen in Jaffna und 352 Stimmen in
Colombo.
Der Wiederaufbau des Vertrauens unter den ArbeiterInnen und Armen wurde
durch die Haltung mancher Gruppen auf der Linken behindert, die ein als
Marxismus verkleidetes opportunistisches Programm vertraten. Die USP
sieht die Wahl nicht als einen wahren Ausdruck der Stimmung der
Arbeiterklasse. Aber beim Fehlen von Massenkämpfen der Arbeiterklasse
wird die USP Wahlen nutzen, um die Idee zu verbreiten, dass eine
sozialistische Umgestaltung der Gesellschaft notwendig ist, wie sie es
bei dieser Parlamentswahl 2010 gemacht hat. Die USP hat in den letzten
sechs Jahren an Wahlen teilgenommen, einschließlich den
Präsidentschaftswahlen 2005 und 2009. Bei all diesen Wahlen hatte die
USP eine größere Wirkung als der Rest der Linken. Die so genannte
‚Linke’ bildete zu Wahlzwecken eine prinzipienlose Allianz. Die Nava
Sama Samaja Party (NSSP) war früher als Neue Linke Front (NLF) bekannt
und nannte sich jetzt Linke Befreiungsfront (Left Liberation Front,
LLF), bei der auch manche Ex-Mitglieder der USP mitmachten. Sie gingen
aus ihren persönlichen Gründen und äußerten keine politischen
Meinungsverschiedenheiten, bevor sie gingen; jetzt haben sie sich von
Wahlspielereien mitreißen lassen. Die NSSP verlor zum Beispiel das
Vertrauen, das sie genoss, als sie sich mit früheren Abgeordneten der
TNA verbündete, die kein Interesse am Aufbau eines unabhängigen und
vereinigten Kampfes der Arbeiterklasse haben. Obwohl zwei tamilische
Abgeordnete unter dem Namen der ‚Linken Befreiungsfront’ antraten,
schafften sie nur 868 Stimmen in Jaffna. Sie konnten in vielen
Wahlkreisen, in denen sie antraten, nicht mehr als 50 Stimmen kriegen,
mit der Ausnahme von Colombo. Eines ist klar – dass die USP die führende
linke Kraft im Lande ist. Der Anstieg kommunaler Kräfte hatte eine
riesige Wirkung auf die Unterstützung für die Linke. Abgesehen von der
USP ist keine Kraft auf der ‚Linken’ bereit, eine wirkliche Opposition
zu schaffen.
Die Zukunft der Arbeiterklasse und Armen in Sri Lanka scheint jetzt
düsterer denn je. Rajapaksa benimmt sich zunehmend wie ein Diktator. Es
scheint, dass sich der Rajapaksaclan auf eine lange Familienherrschaft
vorbereitet. Der Sohn des Präsidenten, Namal Rajapaksa, führte die Liste
im UPFA-Kernland, dem Hambantota-Bezirk, an, wo die chinesische
Regierung jetzt einen Hafen mit einer Investition von mehr als einer
Milliarde Dollar baut. Furcht ist weit verbreitet, dass die
Familienherrschaft weiter gehen wird, selbst wenn der Präsident nach
einer ausgeweiteten Amtszeit von sechs Jahren abtritt!
Um den Rest des IWF-Kredits zu sichern, muss die Regierung das
Haushaltsdefizit um 7 Prozent kürzen. Das Haushaltsdefizit steht schon
bei 10,2 Prozent. Wenn die vom IWF auferlegten Kürzungen dazu kommen,
werden sie einem verheerenden Schlag für die Arbeiterklasse bedeuten.
Mit immer größeren Verteidigungsausgaben wird es mehr Angriffe auf
öffentliche Dienstleistungen und Arbeiterrechte geben.
In der gegenwärtigen Lage nimmt die USP die Herausforderung durch das
Rajapaksa-Regimes an und arbeitet für den Aufbau einer Massenpartei der
Arbeiterklasse. Wir sind noch eine kleine Kraft, aber beim Fehlen
alternativer politischer Organisationen der Arbeiterklasse ist es unsere
Verantwortung, größere Schritte zum Aufbau einer solchen Kraft zu
ergreifen.
Die Notwendigkeit des Aufbaus von Massenopposition gegen die herrschende
Klasse in Sri Lanka ist dringlicher denn je. Wir brauchen eine
Massenorganisation, die demokratische Rechte verteidigen wird,
Redefreiheit und das Recht auf Selbstbestimmung der tamilischsprachigen
Menschen. Tausende innerhalb des Landes Vertriebene werden immer noch in
Flüchtlingslagern festgehalten. Diejenigen, die es mit Gegenwehr Ernst
meinen, müssen zusammen kommen. Wir werden die begrüßen, die bereit
sind, eine starke Massenopposition der Arbeiterklasse gegen das
Rajapaksa-Regime und den Kapitalismus in Sri Lanka und in der ganzen
Region zu bilden.
Webseite der Vereinigten Sozialistischen Partei (USP): www.lankasocialist.com
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