Die Generation Krise schlägt das Sparpaket zurück
[Druckversion] Thema: Jugend, Gemeinsam gegen Sparpaket, Gesundheitsreform und Kürzungen, veröffentlicht: 24.06.2010
Jugendkonferenz diskutierte über Gegenwehr
Am 19. Juni diskutierten bei der bundesweite Jugendkonferenz
„Gemeinsam für Arbeit, Bildung, Ausbildung und Übernahme – Die
Generation Krise schlägt zurück“ 70 TeilnehmerInnen aus 15 Städten über
Gegenwehr gegen Bildungsklau, Sparpaket und Krisenfolgen.
von Sven Krone, Berlin
„Kein Scheiß, was hier erzählt wird, stimmt.“ meinte Cindy,
Auszubildende im zweiten Lehrjahr aus Rostock und erzählte aus ihrem
Ausbildungsalltag. Leistungsdruck nimmt zu und Jugendliche sollen durch
Bildungskürzungen, Entlassungen, Leiharbeit und befristete Beschäftigung
die Krisenkosten tragen.
Heisser Herbst
„Die Proteste im Herbst bieten die Möglichkeit gemeinsame Gegenwehr von
allen Jugendlichen, ob Gewerkschaften oder Bildungsstreik zu
organisieren“ meinte bereits zu Beginn David Matrai, Ver.di
Landesjugendsekretär Niedersachsen-Bremen*. Diskutiert wurde im Verlauf
der Konferenz auch die Initiative für eine bundesweite Demonstration vor
der Verabschiedung des Sparpaketes zu unterstützen und sich dafür in
Gewerkschaften und Antikrisenbündnissen einzusetzen.
In der Abschlussresolution heißt es „An den Mobilisierungen werden wir
uns beteiligen und einen Beitrag leisten Schüler/-innen, Studierenden,
Auszubildende und jungen Erwerbslose zu aktivieren. Attraktive
Jugendblöcke sind ein Mittel sie auf den Demonstrationen zusammen zu
bringen und die Mobilisierung zu verstärken. […] Notwendig sind auch
Aktionen von Beschäftigten während der Arbeitszeit und Streikaktionen
bis hin zu einem Generalstreik. “ (siehe www.generationkrise.de)
Alle Gemeinsam
Unter dem Banner „Jugend für Arbeit, Bildung, Ausbildung und Übernahme –
Die Generation Krise schlägt zurück“ sollen weitere Aktionen
stattfinden. Neben Protesten im Herbst, soll es Aktionen beim
Arbeitgebertag 2010 in Berlin geben. Die Initiative für eine
Aktivenkonferenz von Auszubildenden wurde diskutiert. Die Forderungen
wurden ergänzt um die Rücknahme des Sparpaketes, Besteuerung von
Reichen, Banken und Konzernen, Forderungen nach Arbeitszeitverkürzung
und der Forderung nach Verstaatlichung der Banken unter demokratischer
Kontrolle und Verwaltung.
Beim Abschlussplenum brachte Niema Movassat von der Linksfraktion seine
Ideen für Forderungen und die Zukunft der Bewegung ein. Diskussion gab
es um die Forderung nach Belegschaftsbeteiligung. Mitglieder von
Linksjugend ["solid] und der SAV, die aus zahlreichen Städten vertreten
waren, forderten dagegen, dass man Betriebe, die entlassen
verstaatlicht, anstatt Belegschaften an der Krise zu beteiligen.
*Personenbezeichnung dient nur der Kenntlichmachung der Person
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