Kapitalistische Weltwirtschaftskrise und Klassenkämpfe
[Druckversion] Thema: Wirtschaft, CWI-Sommer-Schulung, veröffentlicht: 28.07.2010
Bericht von der Sommerschulung des CWI
In der dritten Juliwoche dieses Jahres hielt das Komitee für eine
Arbeiterinternationale (englische Abkürzung: CWI), dem die SAV als
Sektion in Deutschland angehört, seine jährliche Sommerschulung in
Belgien ab. Mehr als 400 TeilnehmerInnen, davon circa 50 aus
Deutschland, waren dabei. Darunter GenossInnen aus ganz Europa, aus
Russland, Zentralasien, Indien, den USA, Quebec und dem Nahen Osten. Wir
veröffentlichen hier einen Bericht von Kevin Parslow über die erste
Debatte auf der Schulung, die sich mit der Weltwirtschaftskrise und
ihren internationalen Auswirkungen beschäftigte.
Die Sommerschulung des CWI fand vom 11. bis 16. August in Belgien vor
dem Hintergrund statt, dass kapitalistische Regierungen in ganz Europa
und weltweit grausame Maßnahmen gegen die Arbeiterklasse unternehmen, um
die enormen, nach dem Zusammenbruch des internationalen Bankensystems
vor gut einem Jahr entstandenen Haushaltsdefizite zu verringern. Die
erste Diskussionsrunde zum Thema „Krise des Weltkapitalismus und die
Klassenkämpfe in Europa“ wurde von Peter Taaffe vom „Internationalen
Sekretariat“ des CWI eingeleitet.
Zu Beginn wurde ein kurzer Film eingespielt, der einige der explosiven
Kämpfe der Arbeiterklasse und der Jugend zeigte, zu denen es bereits
überall auf der Welt gekommen ist.
Peter erklärte, dass Trotzki 1938 in seinem Text „Der Todeskampf des
Kapitalismus“ (auch bekannt als „Das Übergangsprogramm“) schrieb, dass
die kapitalistische Klasse weltweit „dem Desaster mit geschlossenen
Augen entgegen schliddert“. Handelt es sich dabei nicht um eine äußerst
passende Beschreibung für das, was heute geschieht?
An allen Ecken und Enden ist der Kapitalismus von der Krise befallen.
Der US-Imperialismus hat sich im nunmehr zehn Jahre dauernden und nicht
gewinnbaren Afghanistankrieg verstrickt, das ist länger als in der
Vietnam-Intervention. Im Irak herrscht ein nur äußerst brüchiger
„Friede“, und ein sektiererischer Bürgerkrieg könnte sich jederzeit
erneut entfachen und zum Zerfall des Landes beitragen.
Ähnlich wird es dem gesamten Planeten ergehen, sollte der Kapitalismus
weiterhin die Kontrolle über ihn behalten, und die unweigerlich damit
zusammenhängende Ausplünderung der Erde weiter voranschreiten. Das
Desaster um BP im Golf von Mexiko ist das jüngste Beispiel vollkommen
unverantwortlichen Handelns und der Gier nach Profit. Den „Krieg für Öl“
hatten wir bereits. Blickt man nach Zentralasien und Lateinamerika, so
nehmen jetzt die Auseinandersetzungen um Wasser zu. Laut UNO wird einer
von drei Menschen in Ländern leben, die von Wasserknappheit betroffen
sein werden. Bereits heute haben wir es mit 450 Millionen Menschen in 29
Ländern zu tun, in denen es wahrscheinlich ist, dass es dort zu
zunehmenden Spannungen auf Grund von Wassernutzungsrechten kommen wird.
Der Klimagipfel von Kopenhagen war eine vollkommene Katastrophe.
Aber Peter wies darauf hin, dass sich das Unvermögen des Kapitalismus am
deutlichsten am Beispiel der Weltwirtschaft ablesen lässt, die letztlich
den wichtigsten Faktor darstellt und die alle anderen, die Gesellschaft
betreffenden Aspekte bedingt. Es ist gerade einmal ein paar Monate her,
dass die Kapitalisten weltweit ihre sogenannten Rettungspakete
verteidigten. In einer Schwindel erregenden Kehrtwende beim G20-Gipfels
in Toronto aber schwenkte eine Mehrheit der führenden kapitalistischen
Politiker zu „Sparmaßnahmen“ um! Plötzlich war Obama isoliert. Ein
Zeichen für die Schwäche, auf Grund derer er nicht in der Lage war, den
Willen des US-Kapitalismus durchzusetzen, obwohl dieser weiterhin die
größte Volkswirtschaft der Welt darstellt.
Die EU trommelt für „Sparmaßnahmen“
Der europäische Kapitalismus marschiert - jedenfalls im Moment - ganz im
Rhythmus der Trommeln, die die britischen Konservativen und Angela
Merkel, die deutsche Kanzlerin, schlagen und „Sparmaßnahmen“
favorisieren. Wer aber den Weg des Sparens geht, wird die
Wirtschaftskrise enorm zuspitzen. Die wirtschaftliche „Erholung“
basierte weitestgehend darauf, dass die Lager aufgefüllt wurden. Jetzt
aber haben wir es mit einer Staatsschuldenkrise zu tun, da diese wegen
der staatlichen Bankenrettungspakete und steigender Arbeitslosigkeit
sowie Sozialleistungen empor schnellen.
Peter stimmte mit dem US-amerikanischen keynesianischen Ökonomen Paul
Krugman überein, der meinte, dass die Krise sich ähnlich der Depression
des späten 19. Jahrhunderts entwickeln würde, bei der es sich um eine
länger anhaltende wirtschaftliche Stagnation handelte, statt sich wie
die Krise der 1930er Jahre zu entwickeln. Der Keynesianismus kann die
Probleme des Kapitalismus langfristig aber nicht lösen, weil
schlussendlich entweder die Arbeiterklasse über erhöhte Steuern und
Inflation zur Kasse gebeten wird oder die Kapitalisten in einen
Investitions-„Streik“ treten werden, sollten sie zur finanziellen
Verantwortung gezogen werden. Ein Journalist des Guardian (London)
behauptete, dass der Keynesianismus nach dem G20-Gipfel tot sei. Es kann
jedoch sein, dass weitere Rettungspakete von Nöten sein werden, um das
System zu retten. Vor allem dann, wenn es zu einer Welle an Protesten
kommt.
Die Privatwirtschaft jedenfalls wird das Problem auf gar keinen Fall
lösen. In Großbritannien stehen 750.000 Arbeitsplätze im öffentlichen
Dienst zur Disposition und in Folge dessen werden weitere 600.000
Stellen im privaten Sektor verschwinden. Momentan wird übrigens noch so
getan, als würde die Privatwirtschaft zwei Millionen „neue“
Arbeitsplätze schaffen! Die Schwäche der industriellen Basis
Großbritanniens wird die Illusion erschüttern, wonach man in der Lage
wäre, sich aus der Krise hinaus zu exportieren. Deutschland verzeichnete
zwar einen gewissen Anstieg bei den Exportzahlen. Der Rest der
de-industrialisierten Welt aber - vor allem der Rest Europas - wird
nicht so viel Glück haben. Und China sieht sich momentan einer
Verlangsamung gegenüber, da es zu einer Überhitzung und einem
Zusammenbruch auf dem Immobilienmarkt gekommen ist. Über-Investitionen
und massive Profitraten waren zu verzeichnen. Die Entscheidung Chinas,
seine Währung Renminbi neu zu bewerten, hat bisher zu einem nur geringen
Wertanstieg (von 0,77 Prozent) geführt und hatte nicht den erhofften
Effekt, Chinas Handelsüberschuss gegenüber den USA abzubauen.
Auch wenn es in Deutschland zu einer gewissen wirtschaftlichen Belebung
kommt, so wird diese von den Massen kaum wahrgenommen, weil die
Arbeitslosigkeit steigt, Einkommen gekürzt werden und es zum Rückgang
der Lebensstandards kommen wird. Millionen ArbeiterInnen in Europa leben
heute unter schlechteren Bedingungen als zur Zeit vor der Krise, die
gekennzeichnet war durch eine allgemein neoliberale Politik. Die
Kapitalisten werden immer mehr Beschäftigte in den mehr informellen und
unsicheren Beschäftigungssektor drängen, damit Entlassungen leichter
werden.
Die neue Koalitionsregierung in Großbritannien zeigt, wie Bedingungen
für ArbeiterInnen attackiert werden können. Mittels brutaler
Kürzungsvorhaben sollen Abfindungen für BeamtInnen gekürzt werden. Der
ganze öffentliche Sektor steht Rentenstreichungen gegenüber. Europaweit
stehen Angriffe auf Renten und Pensionen ins Haus. In Frankreich will
Präsident Sarkozy das Rentenalter bis 2018 auf 62 Jahre anheben. Anatole
Kaletsky beklagte in der Tageszeitung The Times (London) die Tatsache,
dass die Menschen nach ihrem Arbeitsleben einfach zu lange leben. Er
schlug vor, dass Renten und Pensionen nur noch für zehn Jahre nach
Einstieg in den Ruhestand gezahlt werden, und Menschen, die länger
leben, ihr Stimmrecht verlieren sollten!
Peter wies darauf hin, dass Griechenland zur Zeit als das schwächste
Glied in der Kette des europäischen Kapitalismus gesehen wird. Die
europäischen Kapitalisten betrachten Griechenland als „Stresstest“ für
die Fähigkeit der Arbeiterklasse, Widerstand zu leisten. Es herrscht
eine nie dagewesene Propaganda-Barrikade, die aus nichts als Lügen
zusammengesetzt ist. Die ArbeiterInnen sind dem mit sechs Generalstreiks
begegnet. Vergleiche zu Argentinien in den Jahren 2001/02 wurden sowohl
von kapitalistischen Politikern wie Mitsotakis, dem ehemaligen führenden
Kopf der rechts-konservativen Partei „Neue Demokratie“, wie auch von
GenossInnen der CWI-Sektion in Griechenland, Xekinima, gezogen. Es
handelt sich dabei um eine sehr gute Analogie, da es damals in
Argentinien zu acht Generalstreiks, der Erstürmung von Supermärkten und
der Besetzung von Fabriken kam. Sollten die Angriffe fortgesetzt werden,
sieht so auch die Zukunft Griechenlands - und nicht nur Griechenlands
aus. Die Arbeiterklasse in Griechenland verarbeitet gerade ihre
Erfahrungen und wird „bis zum Herbst abwarten“, der politisch gesehen
heiß werden wird.
Generalstreiks oder die Möglichkeiten für Generalstreiks liegen in der
momentanen Situation vieler europäischer Länder begründet, so Peter.
Frankreich erlebte in den letzten Monaten bislang zwei große Streiks
gegen die Rentenpläne im öffentlichen Dienst. Es könnte dort zu den
entschlossensten Aktionen seit den Streiks gegen die Juppé-Pläne im
Jahre 1995 kommen. Auch in Italien, Spanien und Portugal konnten wir
schon vergleichbare Streikaktionen erleben. Vor allem in Spanien ist es
dadurch bereits zu einem deutlichen Schwenk nach links gekommen.
Gleiches gilt auch für einige Arbeiterorganisationen in Portugal. Die
Gewerkschaftsführer versuchen verzweifelt, auf die Bremse zu treten, um
Widerstand zu erschweren. In Großbritannien rufen die CWI-Sektionen zu
einer landesweiten Demonstration gegen die schlimmsten und brutalsten
Angriffe seit den Attacken von Geddes im Jahr 1922 auf, welche die Wut
hervorbrachten, die zum Generalstreik von 1926 führte. Eine landesweite
Demo sollte als Vorbereitung auf darauf folgende betriebliche
Streikmaßnahmen dienen.
Durch Generalstreiks aufgeworfene Fragen
Immer wieder haben wir darauf hingewiesen, dass Generalstreiks
grundsätzlich die Macht-Frage aufwerfen. Die Arbeiterklasse bringt damit
die komplette Gesellschaft zum Stillstand. Die jüngsten Generalstreiks
hatten hingegen eher Protest-Charakter. Daher müssen unsere Forderungen
diesen Umstand mit einbeziehen. In Griechenland ist es zunächst zu
24-stündigen, dann zu 48-stündigen Generalstreiks gekommen, die ein
großartiges Echo fanden. Aber die griechische Arbeiterklasse wird
darüber hinaus gehen müssen, wenn sie die Regierung aus dem Amt zu jagen
will.
Der große Unterschied heute besteht darin, dass in allen Situationen, in
denen sich Generalstreiks abzeichnen - im öffentlichen Dienst aber damit
einhergehend auch in der Privatwirtschaft - es an breiten Organisationen
fehlt, die den Kampf befördern könnten. Darin besteht der Gegensatz zu
den 1980er Jahren, als es noch ein breites sozialistisches Bewusstsein
und Verbindungen zu Arbeiterparteien gab, die noch eine Rolle als solche
spielten. Die Arbeiterklasse wird rechtzeitig zu sozialistischen
Schlussfolgerungen kommen - durch ihre Erfahrungen, die sie machen
werden. Das CWI lehnt den ultralinken Ansatz ab, wonach der
„Sozialismus“ den ArbeiterInnen von außen vermittelt werden müsse. Das
Fehlen breiter sozialistischer Organisationen heute aber, hält die
Arbeiterklasse zurück - selbst wenn der Kapitalismus aufs Äußerste unter
Beweis stellt, unfähig zu sein, die grundlegenden menschlichen
Bedürfnisse befriedigen zu können. Die Arbeiterklasse bleibt somit
unvorbereitet zurück, weil die ehemaligen Arbeiterführer und die alten
Arbeiterorganisationen den Markt akzeptiert haben. ArbeiterInnen werden
ihre Erfahrung mit neuen linken Massenformationen machen.
Peter leitete über zur Frage der Slogans und Forderungen. Das
rechtzeitige Eingreifen mit den besten Slogans hat zum Ziel, unter den
ArbeiterInnen Gehör zu finden. In Griechenland hatten wir mit unseren
Forderungen nach Schuldenstreichung großen Einfluss. Diese Forderung
greift die Erfahrungen aus Lateinamerika auf und spiegelt Charakter und
momentanen Grad der Krise wider. Diese Forderung führt zum Ruf nach
Vergesellschaftung der Banken, unter der demokratischen Kontrolle und
Geschäftsführung der arbeitenden Bevölkerung. Wir sind die einzige
Organisation, die diese Forderungen ernsthaft voran bringt, und sie
zeigten große Wirkung.
Nicht alle Länder stehen auf dem selben Stand, was den Grad der Kämpfe
angeht. In Irland haben die Kürzungen kolossale Ausmaße angenommen und
die Arbeiterklasse überrumpelt. Vor allem, nachdem man dort über beinahe
zwei Jahrzehnte hinweg den höchsten Lebensstandard in der Geschichte des
Landes erleben durfte. Teilweise war dies auch in Großbritannien
nachzuvollziehen. Doch das Massenbewusstsein kann sich sehr schnell
ändern. Vor allem, wenn es zum frontalen Aufeinandertreffen der
gesellschaftlichen Klassen kommt. Die Wut der ArbeiterInnen richtet sich
zur Zeit noch in erster Linie gegen die Banken und die großen
Finanzinstitute. Das Voranbringen sozialistischer Ideen wird aber
helfen, das Bewusstsein zu befördern.
Peter warnte vor der extremen Rechten und zunehmendem Nationalismus und
Rassismus, wie in Österreich, Italien und andernorts zu sehen. Die
Rechte mag zu Beginn der Krise den Anschein erwecken, Zulauf zu
verzeichnen, wenn es keine Alternative für die Massen gibt. Ein
weiterer, die Lage verkomplizierender Faktor könnte die zunehmend
wichtiger werdende nationale Frage sein. Wir eine sozialistische Haltung
einnehmen, wo diese Frage aufkommt. Die jüngste Massendemonstration in
Barcelona, die am katalanischen Nationalismus ansetzte, ist ein Hinweis
darauf, was sich noch entwickeln könnte.
Dann befasste Peter sich in kurzen Zügen mit dem Verlauf und den
Auswirkungen der Krise in anderen Teilen der Welt. Im Nahen Osten
besteht keine Möglichkeit, zu einem Abkommen zwischen der israelischen
und palästinensischen Seite zu gelangen. Obama wird in dieser Frage
wegen der bevorstehenden Wahlen in den USA nicht großartig tätig werden.
Der komplette Nahe Osten ist von der Krise befallen: vor allem Ägypten
ist in einem katastrophalen Zustand und befindet sich kurz davor breite
soziale Bewegungen zu erleben.
Der Zusammenbruch der Volkswirtschaften in Osteuropa und den ehemaligen
Sowjetrepubliken bringt Opposition hervor. In Kasachstan spielen die
UnterstützerInnen des CWI eine enorme Rolle. Es besteht die Möglichkeit,
dass sie mit der breiten Formation namens „Kasachstan 2012“ das
bestehende Vakuum füllen, die der Vorläufer einer Massenbewegung sein
kann. Eine grauenhafte Vorstellung davon, was möglich ist, wenn es keine
Massenalternative gibt, gibt das Beispiel Kirgistan, wo es zu ethnischen
Zusammenstößen kam und wo es Anzeichen dafür gibt, dass ethnische
Spaltungen angeheizt wurden.
Was wir in China mit Streiks und Protesten für bessere Löhne und gegen
schreckliche Arbeits- und Lebensbedingungen verfolgen konnten, ist ein
Echo auf das Vorgehen der ArbeiterInnen in Russland im Jahre 1896. Die
ArbeiterInnen in China bringen heute die Notwendigkeit für unabhängige
Gewerkschaften auf die Tagesordnung.
Im Kapitalismus nimmt die Aussicht des „jeder gegen jeden“ zu. Ein Bild
davon gibt der Alptraum in Mexiko und der Drogenkrieg, der ganze
gesellschaftliche Schichten in seinen Sog genommen hat. Der einzige Weg,
um so etwas zu verhindern, besteht darin, dass die Arbeiterklasse
Maßnahmen ergreift, ihre historischen Aufgaben zu erfüllen. Das heißt
die Ideen von Kampf, Sozialismus und Revolution anzunehmen und die
Veränderung der Gesellschaft durchzuführen. Wir diskutieren Ideen, die
zum Handeln anleiten sollen. Aber wenn ohne eine schlüssige Theorie,
wirst es keine Anleitung für aktives Handeln geben. Unsere Aufgabe
besteht darin zu versuchen, die Arbeiterklasse politisch zu bewaffnen.
Analyse des CWI
Vor allem was die vergangenen 12 Monate angeht, war die Analyse des CWI
schlüssiger und tragfähiger als das, was andere politische Strömungen
hervorgebracht haben. Wir nahmen selbstbewusster und effektiver an
Arbeiterkämpfen teil als irgendeine andere Organisation. Unsere
GenossInnen sind darauf vorbereitet, große Opfer zu bringen, um weite
historische Ziele zu erreichen. Die Arbeiterklasse wird über die von ihr
gemachten Erfahrungen im Klassenkampf - durch Niederlagen und Erfolge,
zu sozialistischen Ideen kommen. Das CWI muss darauf vorbereitet sein zu
wachsen, zu organisieren und die Kräfte zu gewinnen, die nötig sind, um
diese Jahrhundert in Richtung Sozialismus zu bewegen.
Ein Aspekt, auf den in den Wortmeldungen in der nachfolgende Diskussion
häufig eingegangen wurde, war der der von den Regierungen durchgeführten
oder geplanten Kürzungen und was von der Arbeiterklasse und den
jeweiligen Sektionen des CWI bereits dagegen getan wurde. Ein weiteres
Thema war die allgemeine Wut und die gleichzeitige Ungewissheit unter
Millionen von Menschen weltweit, die einen dramatischen Abfall ihrer
Lebensbedingungen erfahren haben. Das hatte und hat auch Auswirkungen
auf unsere Versuche politisch aufzubauen. Viele GenossInnen aus Europa,
den USA, Asien und Australien illustrierten lebhaft die Situation in
ihren Ländern. Die Welt steht kurz davor, weitere explosionsartige
Auseinandersetzungen zu erleben. In einem Land nach dem anderen. Und das
CWI wird darauf vorbereitet sein, bei den mächtigen, bevorstehenden
Ereignissen einzugreifen.
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