Aachen : Nazis überfallen Antifademo - und mussten rasch die Flucht
ergreifen
[Druckversion] Thema: Rassismus, Faschismus, Nationalismus, veröffentlicht: 31.03.2008
Am Donnerstag, den 27.03.2008, fand eine antifaschistische Demonstration
in Aachen statt. Sie richtete sich unter dem Motto "Es trifft einen -
gemeint sind wir alle!" gegen einen Naziangriff auf die Wohnung eines
Antifaschisten, bei der zwei Fensterscheiben mit schweren Steinen
eingeworfen wurden.
von Marie Rosa, Mitglied der SAV und der Partei DIE LINKE, Aachen
Allgemein richtete sich die Demo aber gegen die zunehmende Nazi-Präsenz
und mehrere vorherige Angriffe durch Neofaschisten in Aachen und
Umgebung.
Die Demo begann mit ca. 260 Teilnehmerinnen und Teilnehmern.
Nachdem der Demonstrationszug in der Innenstadt ankam wurde die Demo von
ca. 30 vermummten Neonazis (unter ihnen "autonome Nationalisten",
Mitglieder der Kameradschaft Aachener Land und rechtsradikale
Fußballfans) trotz der Polizeipräsenz angegriffen.
Sie waren aber den Antifaschisten, die sich dem Angriff entschlossen zur
Wehr setzten - weit unterlegen und mussten rasch die Flucht ergreifen.
Die Polizei, die später von eigener Überforderung sprach, war fleißig
dabei, Antifaschisten anzugreifen: Mehrere wurden von der Polizei mit
Pfefferspray verletzt und ein Antifaschist wurde kurzzeitig von der
Polizei verhaftet!
Dies zeigt noch einmal, dass wir den Kampf gegen die Nazis auf keinen
Fall dem Staat überlassen können, sondern dass wir dieses zunehmende
Problem selber in die Hand nehmen müssen. Nötig sind massenhafte
Mobilisierungen und Selbstorganisation gegen Nazis.
Der festgenommene Antifaschist musste aber nach einigen Minuten wieder
freigelassen werden, da die Antifaschisten entschlossen und wütend bis
zu seiner Freilassung eine Kreuzung blockierten.
Die Demo verlief danach ohne weitere Zwischenfälle bis zum Marktplatz.
Eine neue Spontandemonstration wurden daraufhin angemeldet und verlief
bis zum Autonomen Zentrum, in dem am selben Abend ein Konzert unter dem
Motto "FIGHT THE NAZIS - GET ACTIVE" stattfand.
Wir werden in der Zukunft mit der SAV und mit der Linksjugend["solid]
eine Outingkampagne starten und versuchen noch mehr Solidarität zu
mobilisieren. Die Wut und die Empörung sind groß, es geht jetzt darum
diese in Widerstand zu verwandeln! No Pasaran – sie kommen nicht durch!
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