Generation Krise schlägt zurück
[Druckversion] Thema: Solidarität 87, Jugend, veröffentlicht: 31.01.2010
Aufruf „Jugend für Arbeit, Bildung, Ausbildung und Übernahme“ bundesweit
gestartet
Die Jugendarbeitslosigkeit steigt. Ausbildungsplatzabbau,
Übernahmestopps, Entlassungen – in allen Branchen. Dagegen haben
AktivistInnen von Linksjugend [‘solid], DIDF-Jugend und VertreterInnen
von Gewerkschaftsjugenden verschiedener Bereiche eine Kampagne
gestartet. Sie wollen zu den Demonstrationen des Bündnisses „Wir zahlen
nicht für Eure Krise“ am 12. Juni mobilisieren, dort einen Jugendblock
organisieren und eine bundesweite Konferenz einberufen.
von Michael Koschitzki, Berlin
Was bedeutet die Krise für Jugendliche? „Die Jugendarbeitslosigkeit ist
in kurzer Zeit rasant gestiegen. SchülerInnen und Studierenden wird
keine Zukunft geboten: Über eine Million Jugendliche sind bereits auf
Hartz IV angewiesen. Es wird immer weniger ausgebildet. Gerade
Jugendliche werden als erstes für Teilzeit, Leiharbeit und
Niedriglohnjobs herangezogen. Junge Frauen sind davon in besonderem Maße
betroffen. Für diejenigen, die eine Ausbildung haben, wartet statt der
Übernahme oft die Arbeitslosigkeit.“
Zu den Initiatoren des Aufrufs gehören Basisgruppen von Linksjugend
[‘solid], DIDF-Jugend Berlin, Junge GEW Berlin sowie Aktive aus
Gewerkschaftsjugenden. Der Aufruf richtet sich an weitere
UnterstützerInnen, die eine Kampagne für Übernahme und Arbeitsplätze,
gegen Jugendarbeitslosigkeit und Bildungsabbau sowie niedrige Löhne
starten wollen.
Die Website www.generationkrise.de
berichtet über Aktionen und Projekte der Beteiligten. Der Aufruf macht
Kampfvorschläge: „Was wir jetzt brauchen, ist entschlossene Gegenwehr
von Studierenden, SchülerInnen, Azubis, Beschäftigten und Erwerbslosen:
angefangen bei lokalen Kampagnen und Aktionen, über Proteste zu
Demons„Lehrjahre sind keine Hundejahre!“
Jugend für Arbeit, Bildung, Ausbildung und Übernahme fordert statt Hartz
IV und Mc Jobs:
• Ein gebührenfreier Studien- oder betrieblicher Ausbildungs- und
Arbeitsplatz im gewünschten Beruf für jede und jeden
• Kostenlose Bildung für alle
• Wer nicht ausbildet, zahlt: Mit dem Geld Schaffung von 300.000
betrieblichen Ausbildungsplätzen im Öffentlichen Dienst
• Übernahmegarantie ohne Befristung im erlernten Beruf für alle
• Kein Lohn unter zehn Euro pro Stunde
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